Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist es, jedem Einwohner einen mindestens existenzsichernden Transfer zu gewähren, der nicht an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Die Befürworter stellen heraus, dass das Grundeinkommen frei mache, weil keine Notwendigkeit mehr bestehe, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu sichern. Die derzeitige Sozialbürokratie könnte weitgehend entfallen und jeder Bürger könnte sich ohne wirtschaftliche Zwänge entfalten.
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Grundeinkommen

Über das Thema
Demgegenüber steht das subsidiäre Prinzip unserer Gesellschaft: jeder ist zunächst einmal für sich selbst verantwortlich. Nur diejenigen, die bedürftig sind, werden unterstützt. Das Grundeinkommen würde dagegen jeder erhalten – egal, ob er Unterstützung will oder braucht. Der grundlegende Umbau des Sozialstaats hätte erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, weil sich Beschäftigte fragen dürften, warum sie noch arbeiten sollen. Hinzu kommen die immensen Kosten: 1.000 Euro monatlich für jeden Bundesbürger mal 80 Millionen Einwohner mal zwölf Monate ergibt einen Bruttofinanzierungsbedarf von 960 Milliarden Euro pro Jahr. Die Steuern müssten also erheblich erhöht werden. Die Folge wäre, dass sich Investitionen in Bildung und berufliches Engagement zumindest finanziell kaum noch lohnen würden. Außerdem würde die Akzeptanz von Steuer- und Abgabenzahlungen leiden. Für die Finanzierung müsste auch auf Rentenansprüche verzichtet werden.
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit
Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
Björn Kauder IW

2026: Erneute Nullrunde bei Grundsicherung wahrscheinlich
In der Grundsicherung wird es aller Voraussicht nach eine Nullrunde im Jahr 2026 geben, weil der Regelsatz zuvor in Anbetracht hoher Inflation zu stark angehoben wurde. Denn die regelbedarfsrelevanten Preise stiegen von Januar 2024 bis April 2025 moderat.
Stefanie Seele IW

Pilotprojekt Grundeinkommen: Auf dünner Datenbasis zum großen Versprechen
Die Ergebnisse eines Pilotprojekts zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) wurden heute medienwirksam in Berlin vorgestellt. Dabei zeigt ein genauer Blick: Die Studie ist zu klein, zu selektiv und wenig aussagekräftig. Das Grundeinkommen bleibt ein teurer Wunschtraum.
Dominik Enste IW

Bedingungsloses Grundeinkommen: Irreführende Argumente und verkürzte Debatten
Die Mehrheit der Deutschen seien für das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) – zumindest, wenn es nach einer neuen Umfrage geht. Was dabei übersehen wird: Die Fragen wurden recht eindimensional gestellt. Und: Die Utopie ist ungerecht auf vielen Ebenen.
Dominik Enste IW
Unsere Experten

Dr. Matthias Diermeier
Geschäftsführer IW Gesellschaftsforschung gGmbH, Stellvertretender Leiter Wissenschaft und Leiter Themencluster Demokratie, Gesellschaft, Wirtschaftsethik
Tel: 0221 4981-605 Mail: diermeier
Prof. Dr. Dominik H. Enste
Geschäftsführer der IW Akademie GmbH und Leiter Themencluster Demokratie, Gesellschaft, Wirtschaftsethik
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Dr. Björn Kauder
Senior Economist für Finanz- und Steuerpolitik
Tel: 0221 4981-516 Mail: kauder
Dr. Judith Niehues
Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten
Tel: 0221 4981-768 Mail: niehues
Holger Schäfer
Senior Economist für Arbeitsmarktökonomik
Tel: 030 27877-124 Mail: Schaefer.holgerAlle Beiträge
Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit
Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
2026: Erneute Nullrunde bei Grundsicherung wahrscheinlich
In der Grundsicherung wird es aller Voraussicht nach eine Nullrunde im Jahr 2026 geben, weil der Regelsatz zuvor in Anbetracht hoher Inflation zu stark angehoben wurde. Denn die regelbedarfsrelevanten Preise stiegen von Januar 2024 bis April 2025 moderat.
Sozialpolitik: Sinn und Unsinn des bedingungslosen Grundeinkommens
Kurz vor der Bundestagswahl wird intensiv über das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. Was spricht dafür, was dagegen? Darüber diskutieren IW-Direktor Michael Hüther und HRI-Präsident Bert Rürup im Handelsblatt-Podcast „Economic Challenges“.
Bedingt bedingungslos – widersprüchliche Sozialstaatspräferenzen
Grundeinkommens-Befürworter sind keineswegs Gegner von Eintrittsbeschränkungen in den Sozialstaat. In 20 europäischen Ländern würde eine überwältigende Mehrheit von ihnen trotz Zustimmung zu bedingungslosen Sozialleistungen Zugewanderten keinen unmittelbaren Zugang zum Sozialstaat ermöglichen. Selbst unter den Grundeinkommens-Befürwortern zeigt sich die Bedingung des „Arbeitens und Steuern Zahlens” als bedeutsam.
Eine Bewertung aktueller Vorschläge zur Reform der Grundsicherung
Mit Beiträgen von Andrea Nahles und Robert Habeck liegen zwei neue Vorschläge zur Reform der Grundsicherung vor. Im Wesentlichen geht es darum, Leistungen auszuweiten und Mitwirkungspflichten abzuschwächen.
Mittelschicht: Vielschichtig und stabil
Die interaktive Grafik zeigt die Entwicklung der verschiedenenen Einkommensschichten in Deutschland: von Arm bis Reich.
Einkommen und Vermögen: Judith Niehues im Gespräch
Judith Niehues, Ökonomin im Institut der deutschen Wirtschaft, im Gespräch über Armut und Gerechtigkeit in Deutschland.
Einkommensverteilung: Deutschlands Mittelschicht ist stabil
Der deutschen Mittelschicht ergeht es angeblich schlecht: schrumpfen soll sie, erodieren oder gar zerbrechen. Doch die interaktive Grafik zeigt ein anderes Bild.
Mit einer neuen Regionalpolitik gegen Armut
Wenn es um Armut in Deutschland geht, werden in der öffentlichen Diskussion nicht selten pauschale oder fehlerhafte Argumente genutzt. So gilt häufig der Osten Deutschlands als arm, der Westen hingegen eher als reich. Doch so einfach ist es nicht.
Faktencheck: Gerechtigkeit und Verteilung in Deutschland
Entgegen der weitverbreiteten Wahrnehmung hat sich im letzten Jahrzehnt weder die Einkommensungleichheit noch die Vermögensungleichheit erhöht.
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