Die Verhaltensökonomik zeigt, dass Menschen moralischer agieren als es das Modell des Homo Oeconomicus nahelegt. Menschen sind vertrauenswürdiger und verhalten sich fairer als viele Menschen denken. Dennoch gerät die Moral regelmäßig mit ökonomischen Interessen in Konflikt, die sich aber häufig mit Hilfe der Wirtschaftsethik lösen lassen.
Verhaltensökonomik und Wirtschaftsethik

Über das Thema
Unternehmerisches Gewinnstreben und die legitimen Interessen der Gesellschaft stehen nicht immer im Einklang. Die Konflikte können aber häufig auf konstruktive Weise überwunden werden, etwa indem der Staat regulierend eingreift (Ordnungsethik), indem Unternehmen Verantwortung übernehmen (Unternehmensethik) und in Vertrauen investieren. Oder indem sich Einzelne moralischer verhalten (Individualmoral). Typische Themen der Wirtschaftsethik sind: Der Staat setzt in der Sozialen Marktwirtschaft die Rahmenbedingungen z.B. beim Verbraucherschutz, bei den Lieferketten und dem Umweltschutz ein, Unternehmen unterhalten eigene Abteilungen für Compliance und Corporate Social Responsibility. Einzelne engagieren sich ehrenamtlich auf vielfältige Art und Weise in der Gesellschaft – Stichwort bürgerschaftliches Engagement und stärken das Sozialkapital. Im Zusammenspiel sorgen diese Wege für mehr Wohlstand, Wachstum und Lebenszufriedenheit. Dass unmoralisches Verhalten wie Korruption, Schwarzarbeit und Wirtschaftskriminalität darstellt, hat die Verhaltensökonomie u.a. mit Experimenten gezeigt.
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap
Ehrlichkeit senkt Transaktionskosten und ist damit eine Voraussetzung funktionierender wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Bisher wurden ehrliche Einstellungen und ehrliches Verhalten überwiegend getrennt untersucht.
Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Augustin Renz IW

Soziale Infrastruktur, Kapazitäten und Handlungsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland
Der Artikel untersucht die Grundlagen organisationaler Handlungsfähigkeit von Unternehmen auf Basis des AGIL-Modells.
Holger Pfaff* / Susanne Seyda / Thomas Schleiermacher / Jennifer Potthoff / Julia Traue* / Carsten Rusniok* IW

Unternehmenskultur als Wettbewerbsvorteil
Unternehmenserfolg hängt nicht allein von finanziellen oder strukturellen Faktoren ab. Unternehmenskultur und Sozialkapital sind ebenso entscheidend für Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und langfristigen Erfolg.
Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Susanne Seyda / Thomas Schleiermacher IW

Konjunkturumfrage: Irankrieg stürzt deutsche Wirtschaft in längste Krise seit 20 Jahren
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Michael Grömling IW
Unsere Experten

Prof. Dr. Dominik H. Enste
Geschäftsführer der IW Akademie GmbH und Leiter Themencluster Demokratie, Gesellschaft, Wirtschaftsethik
Tel: 0221 4981-730 Mail: enste
Jennifer Potthoff
Economist für Verhaltensökonomik und Wirtschaftsethik
Tel: 0221 4981-752 Mail: Potthoff
Katharina Werner
Referentin und Studiengangsmanagerin bei der IW Akademie
Tel: 0221 4981-818 Mail: katharina.wernerAlle Beiträge
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