Nicht nur neue autoritäre politische Strömungen bringen die räumliche Dimension zurück in die politischen und sozialwissenschaftlichen Diskussionen. Die gesellschaftliche Raumstruktur befindet sich insgesamt in einem Prozess der Heterogenisierung, d. h. einheitlich zusammengesetzte Regionen zersplittern sich.
Sozialräumliche Spaltungen – das Ruhrgebiet im Fokus
in: Bodo Hombach / Rolf G. Heinze / Michael Hüther (Hrsg.): Auffällig unauffällig?: Wahrnehmungen, Mediennutzung und politische Einstellungsmuster im Ruhrgebiet
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Nicht nur neue autoritäre politische Strömungen bringen die räumliche Dimension zurück in die politischen und sozialwissenschaftlichen Diskussionen. Die gesellschaftliche Raumstruktur befindet sich insgesamt in einem Prozess der Heterogenisierung, d. h. einheitlich zusammengesetzte Regionen zersplittern sich.
Das Gleiche gilt für Städte und auch Ballungsräume wie das Ruhrgebiet: So gibt es in schrumpfenden und/oder durch hohe Arbeitslosigkeit betroffenen Kommunen neben den „abgehängten“ Quartieren auch attraktive Wohngebiete. Diese sozialräumlichen Spaltungsprozesse schlagen sich auch in wachsenden sozialkulturellen Distanzen nieder, die die gesellschaftliche Integrationskraft unterminieren.
Der Blick auf den Strukturwandel im Ruhrgebiet weist klar auf ein differenziertes Bild hin, das mit sozialräumlichen Transformationen verbunden ist. Deshalb ist auch vor groben Zuschreibungen, wie den angesprochenen Polarisierungen zwischen Metropolregionen oder Schwarmstädten und peripheren, altindustriellen Regionen, zu warnen.
Sozialräumliche Spaltungen – das Ruhrgebiet im Fokus
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