Die Studie analysiert die Rolle der Privatwirtschaft in der zivilen und militärischen Landesverteidigung Deutschlands vor dem Hintergrund der verschärften Sicherheitslage in Europa.
Die Rolle der Privatwirtschaft in der Gesamtverteidigung Deutschlands – Ergebnisse einer Unternehmensbefragung
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die Studie analysiert die Rolle der Privatwirtschaft in der zivilen und militärischen Landesverteidigung Deutschlands vor dem Hintergrund der verschärften Sicherheitslage in Europa.
Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland können nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordern die systematische Einbindung der Wirtschaft. Die Beiträge der Unternehmen lassen sich in vier Bereiche gliedern: die Freistellung von Personal für Wehr- und Katastrophenschutzübungen, die Sicherung von Produktion und Lieferketten im Krisenfall, die Abwehr hybrider Angriffe sowie die Einbindung in verteidigungsrelevante Wertschöpfungsketten. Auf Basis einer repräsentativen Unternehmensbefragung mit dem IW-Zukunftspanel zeigt sich für Deutschland, dass der Schutz gegen Cybergefahren und unmittelbare Bedrohungen bereits weit entwickelt ist. Zugleich bestehen Defizite bei Notfallplanungen, beim Umgang mit Personal- und Materialausfällen, beim Austausch mit Sicherheitsbehörden sowie bei der Vorbereitung auf Lieferkettenengpässe. Freistellungen für Reservisten erfolgen bislang nur in einer Minderheit der Unternehmen, könnten jedoch mit der wachsenden Bedeutung des freiwilligen Wehrdiensts deutlich zunehmen. Ohne eine resilient vorbereitete Wirtschaft bleibt die Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit unvollständig. Erforderlich sind eine bessere Kommunikation, klare Rahmenbedingungen und eine frühzeitige Einbindung der Unternehmen in die Gesamtverteidigung.
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Die Rolle der Privatwirtschaft in der Gesamtverteidigung Deutschlands – Ergebnisse einer Unternehmensbefragung
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
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