Im Zentrum des Projekts steht die Verknüpfung von technologischer Entwicklung, Finanzierungsinstrumenten und regionalen Besonderheiten.
Finanzierung Industrieller Dekarbonisierung
Die klimaneutrale Transformation der Industrie erfordert tiefgreifende technologische Umstellungen und erhebliche Investitionen. Besonders energieintensive Branchen stehen vor der Herausforderung, neue Produktionsverfahren, Energieträger und Infrastrukturen aufzubauen, während Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung erhalten bleiben sollen. Ohne tragfähige Finanzierungsmodelle drohen Investitionen auszufallen und die Transformation ins Stocken zu geraten. Das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt setzt hier an: Es untersucht, wie private und öffentliche Finanzierungsstrukturen so ausgestaltet werden können, dass Investitionen in industrielle Transformationstechnologien und die notwendige Energieinfrastruktur ermöglicht und beschleunigt werden.

Finanzierung als Schlüssel der Transformation
Zwar steht grundsätzlich ausreichend Kapital zur Verfügung, doch findet es häufig nicht den Weg in Transformationsprojekte. Hohe Investitionsrisiken, lange Amortisationszeiträume, fehlende Absatzmärkte für klimafreundliche Produkte sowie Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Kapitalgebenden erschweren die Finanzierung. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sowie kommunale Akteure stoßen dabei an strukturelle Grenzen.
Das Projekt analysiert diese Finanzierungshindernisse systematisch und entwickelt Lösungsansätze, um Transformationsrisiken zu reduzieren, Investitionen abzusichern und das Matching zwischen Kapitalangebot und Kapitalnachfrage zu verbessern.
Technologie, Finanzierung und Regionen gemeinsam denken
Im Zentrum des Projekts steht die Verknüpfung von technologischer Entwicklung, Finanzierungsinstrumenten und regionalen Besonderheiten. Untersucht werden Schlüsseltechnologien wie Elektrifizierung, Wasserstoffanwendungen und Carbon-Management. Darauf aufbauend werden geeignete Finanzierungs- und Förderinstrumente nach technologischem Reifegrad und Risikoprofil zugeordnet. Ein besonderer Fokus liegt auf Transformationsregionen mit hoher industrieller Betroffenheit. In ausgewählten Regionen werden die Ergebnisse gemeinsam mit Unternehmen, Finanzwirtschaft, Politik und weiteren Akteuren diskutiert, validiert und in praxisnahe Leitfäden überführt.

